Die Gefrierschranktür steht drei Zoll offen. Sie merkt es schon vom Flur aus, weil das Licht falsch ist — dieses besondere Unterwasserblau, das über das Linoleum sickert, an den Fußleisten hängen bleibt, sich sammelt.
Sie steht im Türrahmen, die Tasche noch über der Schulter.
Die Wohnung riecht nach etwas zwischen einer Frage und einer Antwort.
Das Telefon ist tot. Das weiß sie schon, aber sie steckt es noch einmal ans Ladegerät, drückt den Knopf, wartet darauf, dass der Bildschirm ihr irgendetwas anbietet. Tut er nicht. Es liegt auf der Arbeitsplatte in seinem schwachen blauen Schein, das Ladesymbol eine kleine Lüge: Das Kabel ist seit Wochen unzuverlässig. Sie verändert den Winkel. Drückt den Stecker fester hinein. Hält ihn.
Nichts.
Sie lässt los.
Das Fleisch schwitzt. Das ist das genaue Wort — nicht auftauen, nicht auslaufen, sondern schwitzen, so wie ein Körper es tut. Die Plastikfolie um die Hähnchenschenkel ist schlaff und feucht geworden. Das Hackfleisch, vor drei Wochen im Angebot gekauft, hat sich zu einer Farbe verdunkelt, die sie mit etwas verbindet, das sie nicht benennen will. Das Schlimmste sind die Schweinekoteletts. Sie haben eine blasse Flüssigkeit abgegeben, die bis